Gehirnjogging, Denksport und Rätsel

Denksportaufgaben, Tipps und Tricks für das tägliche Training

Frühlings-Sonne

Licht und Sonne regen unseren Körper an. Nicht um sonst sind wir an trüben Herbst- und Wintertagen niedergeschlagen, ja fast depressiv. So entstehen viele Ideen an schönen Tagen, aber was macht man bei “grauen” Tagen? Vielleicht nehmen Sie sich eine Auszeit und fliegen mal für eine Woche in den Süden. Wer das nicht kann, dem bleibt noch der Besuch im Solarium. So kann jeder wieder etwas Sonne tanken. Vielleicht sprudeln ja dann die Ideen wieder.

Progressive Abstraktion

Die Progressive Abstraktion hilft die Kerndefinition des Problems zu finden, in sie die übergeordneten Zusammenhänge systematisch aufdeckt. Oft wird dadurch eine bessere Problemauffassung gefunden, die dann zu weitreichendere Lösungen anregt. Zeitbedarf ca. 30 bis 60 Minuten. Ziele der Progressiven Abstraktion:

Die Beziehungen zwischen einem definierten Problem und seinem Zielsystem werden heraus gearbeitet. Dadurch finden sich neue Ebenen für die zielgerichtet Ausnahmen identifiziert werden könne um das Problem wirkungsvoll zu lösen.
Einsatzgebiet
· Anforderungen eines neuen Produktkonzeptes definieren
· generell zur Ideenfindung einsetzbar
· besonders bei komplexen Neuprodukten empfehlenswert
Voraussetzungen
Abstrahieren erfordert geschulte und erfahrene Teammitglieder und Moderator.
Durchführung

1. Problembeschreibung: Der Moderator schildert das Problem.

Beispiel: Wie kann die Möglichkeiten des Kurzparkens in der Innenstadt verbessert werden?
Mögliche Lösung: Es sollten mehr Stellflächen geschaffen werden.
Wie kann dies erreicht werden?
Mögliche Lösungen: Tiefgaragen, Hochgaragen, kompaktere PKWs …

2. Neuformulierung des Problems

Die Problemstellung wird neu formuliert: “Worauf kommt es eigentlich an?” Dadurch sollen die übergeordneten Zusammenhänge gefunden werden.

Beispiel: Worauf kommt es eigentlich an? Warum fährt man in die Innenstadt?
Mögliche Antworten: „Man möchte mit dem Auto schnelle Besorgungen und Einkäufe tätigen.“

3. Suchen nach neuen Ideen für Lösungen

Sie stellen wiederum den Ausgangspunkt für die Neuformulierung des Problems in der nächsthöheren Abstraktionsstufe.

Beispiel: Wie kann man das erreichen?
Lieferservice, Dauerparker bestrafen, Drive-In-Geschäfte, Längere Öffnungszeiten der Läden, …

4. Wiederholung der Iterationen, bis eine ausreichende Abstraktionsstufe erreicht ist
Auf dieser Stufe nach neuen Lösungsansätzen suchen.

Beispiel: Was für Besorgunden macht man in der Innenstadt?
Mögliche Antworten: Man möchte Lasten und Informationen austauschen.
Wie kann man das erreichen?
Mögliche Antworten: Leihautosystem, Auftragsdienste, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel

Vorteile der Technik:
· Die Aufgabenstellung wird genau untersucht
· Auflösen von Vorfixierungen und konventionellen Vorstellungen
· Durch Erweitern der Systemgrenzen werden bisher unberücksichtigte Lösungen erfasst.

Nachteile der Technik:
· “richtiges” Abstrahieren ist sehr schwierig und nicht ad hoc erlernbar
· Bei zunehmender Abstraktion kommt man leicht von der ausgehenden Problemstellung ab

KJ-Methode

Die Methode KJ geht zurück auf Jiro Kawakita und eignet sich sehr gut um komplexe Zusammenhänge zu analysieren und zu visualisieren. Oft findet sie sich auch dem Namen Problemlandschaft. Sie eignet sich gut als Vorbereitung vor dem Einsatz weiterer Methoden. Zeitbedarf ca. 1 Stunde.
 Vorbereitung:
Für die Aufgabenstellung ist eine möglichst genaue Problemdefinition zu finden.

Schritte:
Der Moderator präsentiert die Beschreibung des Problems.
Die Teilnehmer suchen möglichst viele und spontane Eigenschaften und Informationen zur Aufgabenstellung. Und dokumentieren diese auf jeweils einem Kärtchen. Meist entdeckt man leicht 50 bis 200 Informationen. Die Teilnehmer verdichten die Karten zu Kategorien und Clustern nach Ähnlichkeit. Alle Karten eines Clusters werden zusammen gelegt und erhalten eine Deckkarte mit der Bezeichnung des Clusters. Ideal sind Gruppen von 10 bis 15 Karten. Das Team sucht Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen den Cluster. Diese werden konkretisiert und auf einem großen Blatt grafisch dokumeniert.

Konkrete Lösungen entstehen alleine durch die KJ-Methde selten. Ergebis ist meiste ein tiefes Verständnis eines Problems und die Erkenntnis innererer Zusammenhänge. Eine anschliessende Lösungssuche mit einer anderen Kreativitätstechnik verspricht viel Erfolg.

Beispiel einer Problemlandschaft als Ergebnis der KJ-Methode:

 

Image

 

 Ideale Gruppengröße: 2 bis 5 Teilnehmer
Zeitbedarf: ca. 1 Stunde

Mind Mapping Software 1

Produkt MindManger XMind Drop Mind Freemind Mindomo
 Aktuelle Version 9 3.1 2.2 0.9.0 k. A.
 Hersteller  Mindjet XMind Ltd. and others Seavus Group Open Source Kommerziell
 Lizenz  Kommerziell EPL (Eclipse Public License) und LGPL (GNU Lesser General Public License) Kommerziell GPL (GNU General Public License) Kommerziell
 Testversion  Ja (zeitlich limitiert) Ja (Kostenlose Version) Ja Ja (Version Basic)
 Kosten  ca. 360 Euro Pro Version (49 USD/Jahr) 99 USD (Lifetime), 39 USD (1 Jahr) Kostenlos Basic: kostenlos (max. 7 Maps) Premium: 6 USD/Jahr; Team: 9 USD/Jahr/User
. . . .
Windows Ja Ja Ja Ja Ja
Mac Ja Ja Ja Ja Ja
Linux Ja Ja Ja Ja Ja
Grundfunktionen
Knotenpflege Komfortabel Komfortabel Komfortabel Ausreichend Komfortabel
Callout (Losgelöste Äste) Ja Ja Ja Nein Ja
Suchen und Ersetzen Ja Ja Ja Suchen Ja
Filtern Ja Ja (Pro Version) Ja (Nach vorhandenen Informationen, wie Links, Notizen, Bilder, …) Nein Ja (nur kostenpflichtige Versionen
Outline View (Gliederungsansicht) Ja Ja Ja Nein Nein
Vollbild-Ansicht Ja Nein (Menu beleibt sichbar) Ja Nein (Menu beleibt sichbar) Nein (Menu beleibt sichbar)
Anhänge an Knoten (Hyperlinks, Notizen, Bilder) Ja Ja Ja Ja Ja
Markierungen Ja Ja Ja Ja Ja
Umranden Ja Ja Ja Ja Ja
Verbinden Ja Ja Ja Ja Ja
Drucken Ja Ja Ja Ja Ja
Zoomen Ja Ja Ja Ja Ja

 

Besonderheiten MindManager:

Bietet viele Add-Ons, wie zum Beispiel: RSS-Newsticker und Zweig-Erinnerungen, Multi-Maps, Passwortschutz für Mind Maps. Gemeinsames Bearbeiten von Maps ist mit Catalyst möglich. Verzeichnisse und Internet-Suchen können als Äste in eine Mind Map eingehängt werden. Ansichten können gespeichert und Aufgaben überwacht werden. Bietet Profiwerkzeuge, wie zum Beispiel Skripting per VBA, Web-Service und Datenbank-Integration für Knoten. Der Export als Pack-And-Go erlaubt es Maps zu betrachten, ohne dass auf dem Rechner der MindManager installiert ist.

Besonderheiten XMind:

Xmind basiert auf Eclipse RCP und Java Entwickler finden sich mit dem Look and Feel schnell zu recht. Es gibt auch eine portable Version, die ohne Installation von einem USB-Stick funktioniert. Weitere Funtionen wie Audionotizen, Möglichkeit Maps online auszutauschen runden die Fähigkeiten ab.

Besonderheiten DropMind:

Eine Besonderheit ist die sehr leichte Interation zwischen Desktop- und Online-Version. Maps können ausgetauscht und synchronisiert werden; Knoten können durch eigene Atrribute erweitert werden.

Besonderheiten FreeMind:

Export als SVG und OpenOffice Dokument; Mind Maps können mit einem Java Applet in Webseiten eingebunden werden; FreeMind bietet die Möglichkeite durch das Dateisystem als Mind Map zu navigieren.

Besonderheiten Mindomo Desktop:

Erfordert eine Adobe Air Installation; Leichte Interation zwischen Desktop- und Online-Version.

Mind Mapping – Erklärung

Mind mapping
Kennen Sie folgende Situation: Sie schreiben zu einem Thema ein Paar Stichworte auf. Sie starten oben auf einem leeren Blatt. Schon nach wenigen Zeilen fallen Ihnen aber zu den ersten Punkte weiter Unterpunkte ein. Entweder machen sie Pfeile oder klemmen die neuen Informationen in die schon geschrieben Abschnitte. Nach ein Paar Minuten ist Ihr Notizblatt zum Schmierzettel gewuchert.
Jetzt kann man sich beklagen, dass unser Gehirn offenbar nicht so schön strukturiert arbeitet, wie wir das gerne hätten. Unsere Ideen und Assoziationen entstehen meist ungeordnet und sprunghaft. Das menschliche Gehirn umzuprogrammieren ist kein sinnvoller Ausweg. Aber wir können unsere Arbeitstechniken unserem Gehirn anpassen.
Mind Mapping ist eine gehirn- freundliche Arbeitstechnik, die von Tony Buzan in den 1970er Jahren entwickelt wurde.
Beide Gehirnhälften benutzen
Die Forschung hat erwiesen, dass unsere beiden Gehirnhälften unterschiedlich arbeiten.Die linke Gehirnhälfte ist zuständig für:
·Logik und Rechnen
·Sprache, Worte
·Verarbeitet abstrakt und sequentiell

Die rechte Hälfte hat ihren Schwerpunkt bei:
·Integration und Gesamtbild
·Farbe
·Phantasie
·Räumlichen Vorstellung
·Rhythmus

MindMapping aktiviert beide Häften. Die Informationen erhalten mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Dadurch wecken sie neue und andere Assoziationen.

Schritte
Wie sehen die gundlegenden Schritte dieser Technik aus?

1.Thema in die Mitte
Schreiben Sie das Thema in die Mitte eines leeren Blattes. Finden sie einen möglichst kurzen und griffigen Titel.
Tipp: Trauen Sie sich das Thema auch graphisch zu skizzieren. Zum Beispiel einen Koffer, wenn sie ihre Urlaubsreise planen.
Tipp: Benutzen Sie unliniertes Papier und drehen sie es quer, damit Sie Ihre Ideen in alle Richtungen ausdehnen können.

 

 2. Starten Sie mit den Hauptästen
Ausgehend von dem zentralen Thema zeichnen Sie die ersten Hauptäste in verschiedene Richtungen. Auch hierfür wählen sie kurze und prägnante Begriffe, die sie auf die Äste schreiben.
Tipp: Zwingen sie sich nicht alle Hauptäste zu finden. Fallen Ihnen später weitere Hauptpunkte ein, können Sie diese ohne Probleme ergänzen.
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 3. Verzweigen Sie die Hauptäste weiter
Jetzt können Sie zu den Hauptpunkten alles Notieren, was Ihnen wichtig und sinnvoll erscheint. Eine Reihenfolge ist nicht notwenig. Spingen Sie ruhig zwischen den Punkten.
Tipp: Verdeutlichen sie auch Unterspunkte mit Symbolen und Grafiken.
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